Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Perlisten A3m


Höchste Präzision

Lautsprecher Stereo Perlisten A3m im Test, Bild 1
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Der Wunsch, die messtechnisch optimierte Präzision und das streng kontrollierte Abstrahlverhalten von Perlisten in einem flexibleren und zugänglicheren Format zu erleben, wird mit der neuen A-Serie erfüllt. Konsequenterweise geht auch der kompakte A3m keine technologischen Kompromisse ein. Der Kunde findet hier ein hochverdichtetes Konzentrat der Kernphilosophie Perlistens.


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Technologietransfer


Um die A3m richtig einordnen zu können, muss man einen kurzen Blick auf die Historie des Herstellers werfen. Perlisten Audio, gegründet von den Audio-Veteranen Dan Roemer und Erik Wiederholtz, hat mit einem radikal wissenschaftlichen Ansatz den Markt in Rekordzeit aufgemischt. Die Marke erlangte weltweite Bekanntheit als erster Hersteller überhaupt, dessen Lautsprecher die Anforderungen der „THX Dominus“-Zertifizierung erfüllten.

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Dieser hohe Anspruch an extrem niedrige Verzerrungen bei extrem hohen Schalldruckpegeln und einem exakt definierten Rundstrahlverhalten fließt nun in die zivileren Preisregionen der A-Serie ein. Mit der Baureihe transferiert der Hersteller seine durch Klippel-Messsysteme gestützte Entwicklungsarbeit in wohnzimmertaugliche Formate. Die A3m ist dabei als komplett universell einsetzbarer Lautsprecher konzipiert. Er kann wahlweise als Stereo-Monitor in anspruchsvollen Zweikanal-Setups, als potentes LCR-System (Links, Center, Rechts) in High-End-Heimkinos oder als hochbelastbarer Surround-Lautsprecher fungieren. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern dieser Größenklasse setzt Perlisten konsequent auf ein akustisch geschlossenes Gehäuse. Diese Bauform macht die Box bei der Aufstellung deutlich unkritischer bei Wandnähe und verbessert die Impulstreue im Tieftonbereich erheblich.

Technik und Design


Angesichts der physischen Präsenz der recht technisch designten Box ist die Bezeichnung „Kompakt-Monitor“ eine glatte Untertreibung: Mit 67,5 Zentimetern Höhe, 35 Zentimetern Tiefe und einem Gewicht von 29 Kilogramm pro Stück sprengt die A3m die Dimensionen üblicher Regallautsprecher deutlich. Das extrem massive und resonanzarme Gehäuse bildet die optimale Basis für die Treiber-Sektion. Die Wandstärken aus hochverdichtetem HDF (High-Density Fiberboard) sind enorm und eine aufwendige Matrix aus internen Verstrebungen erstickt jedwede Gehäuseschwingung im Keim. Will man es wissen und klopft an die Seitenwände, reagiert der Lautsprecher so unbeeindruckt wie ein massiver Steinblock. Im Hochtonbereich verzichtet Perlisten bei der A3m aus Kostengründen auf das komplexe DPC-Array (Directivity Pattern Control) der teureren S-Serie mit drei Hochtönern. Stattdessen kommt eine speziell entwickelte 35-Millimeter-Kalotte aus einem extrem leichten und resonanzarmen Teteron-Composite-Material zum Einsatz. Das entscheidende technische Merkmal ist jedoch der massiv ausgeführte und am Computer berechnete Waveguide, in dem der Hochtöner sitzt. Diese Schallführung sorgt für ein streng kontrolliertes Abstrahlverhalten. Die Abstrahlung bleibt gleichmäßig weit, um einen breiten Sweetspot auch für mehrere Zuhörer zu garantieren. In der Vertikalen hingegen bündelt die Box deutlich stärker, um Raumeinflüsse zu minimieren. Zusätzlich kommen zwei kraftvolle 215-Millimeter-Tieftöner mit Membranen aus einer leichten und extrem steifen Carbonfaser-Struktur zum Einsatz. Die mehrlagige Kohlefaser verhindert partielle Schwingungen auf der Membranoberfläche, die bei hohen Pegeln zu Verfärbungen führen könnten. Die geschlossene Bauweise opfert zwar das letzte mögliche Quäntchen Tiefbass, zeigt aber einen deutlich flacheren Frequenzabfall zu tiefen Frequenzen hin. Die Vorteile: Eine herausragende Gruppenlaufzeit ohne Phasenverschiebungen, eine perfekte Sprungantwort und das völlige Fehlen störender Strömungsgeräusche. Die Frequenzweiche ist mit eng tolerierten High-End-Bauteilen bestückt und garantiert einen phasenlinearen Übergang zwischen den Wegen.


Labor


Lautsprecher Stereo Perlisten A3m im Test, Bild 11
Klirrfaktor: Das resonanzarme, geschlossene HDF-Gehäuse und die antriebsstarken Carbonfaser-Tieftöner sorgen für ein makelloses, mustergültiges Klirrspektrum. Selbst bei hohen Schalldruckpegeln von 95 Dezibel bleiben harmonische Verzerrungen im unhörbaren Bereich. Die Impedanz erfordert mit einem Minimum von 3,0 Ohm stabile Endstufen.
Meine Messungen zeigen die Meisterschaft der Konstrukteure: Die A3m zeigt eine gewollte leicht britische Abstimmung mit einer leichten Bassbetonung und einer untere Grenzfrequenz im Freifeld, von der viele Reflexboxen nur träumen können. Klirr und Resonanzen spielen bei diesem technisch ausgereiften Lautsprecher keine Rolle.


Klang


Im Hörraum auf exakter Ohrhöhe platziert offenbart die Perlisten A3m ab der ersten Sekunde ihre ausgeprägten Studio-Gene. Durch den Waveguide-gesteuerten Hochton blendet der Lautsprecher ungünstige Raumeinflüsse und asymmetrische Aufstellungen förmlich aus. Die Bühnenabbildung wirkt hoch präzise, ja geradezu holografisch. Solostimmen und -instrumente stehen wie in Stein gemeißelt, greifbar dreidimensional, exakt in der Mitte der Stereobasis. Es gibt kein Verschmieren oder Wandern bei Dynamiksprüngen – die Ortungsschärfe ist schlichtweg phänomenal. Der konsequente Verzicht auf eine Bassreflex-Abstimmung zahlt sich klanglich durch eine atemberaubende und Akkuratesse im Tiefton aus. Harte Kickbässe oder angerissene Kontrabass-Saiten wie auf dem legendären Album „We get requests“ werden völlig ansatzlos in den Raum gestellt. Elektronische Tiefton-Attacken von Yello offenbaren die Qualität des Tieftons. Der A3m dickt nichts an, er fügt dem Signal keinen künstlichen Bauch hinzu, sondern spielt extrem trocken, drahtig und bis in die untersten Lagen vollkommen durchhörbar. Für klassische Stereo-Setups in mittelgroßen Räumen reicht das Bassfundament bei Musik völlig aus. Wer jedoch markerschütternden Tiefbass unterhalb von 30 Hertz bei komplexer elektronischer Musik oder brachiale LFE-Effekte im Heimkino sucht, findet in diesem Monitor den wohl idealen Spielpartner für einen oder zwei hochwertige Subwoofer. Da das geschlossene Gehäuse einen natürlichen akustischen Hochpass zweiter Ordnung (12 dB) bildet, gelingt die Phasen- und Frequenzanpassung an einen Subwoofer um Welten harmonischer und bruchloser als bei typischen Bassreflex-Konstruktionen. Wer in seinem heimischen Setup maximale Transparenz, eine schonungslos exakte Raumabbildung und extrem schnelle, trockene Bässe sucht, erhält mit diesem Modell modernste High-End-Technologie mit echtem Studio-Charakter. In Kombination mit potenten Verstärkern und gegebenenfalls einem oder mehreren Subwoofern markiert diese zu Ende gedachte Box das Ziel der HiFi-Suche.

Fazit

Die Perlisten A3m ist ein akustisches Präzisionswerkzeug par excellence: ein faszinierend ehrlicher und dynamischer Monitorlautsprecher, der bei aller Perfektion auch eine Menge Charme und Spielfreude vermittelt. 

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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Produkt: Perlisten A3m

Preis: um 2990 Euro

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6/2026
5.0 von 5 Sternen

Referenzklasse
Perlisten A3m

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Bewertung 
Klang 70%

5 von 5 Sternen

Labor 15%

5 von 5 Sternen

Praxis 15%

5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Kompaktlautsprecher 
Preis (in Euro) 2990 Euro 
Vertrieb: www.audio-reference.de 
Ausstattung
Ausführung Seidenmatt schwarz 
Abmessungen (B x H x T in mm) 280 x 675 x 350 
Gewicht (in Kg) 29 kg 
Prinzip 2-Wege-geschlossen 
Tieftöner 2 x 215 mm Carbonfaser-Membran 
Hochtöner (B x H x T in mm) 280 x 675 x 350 
Empfindlichkeit 87,4 dB bei 2,83 V/1m 
Nennimpedanz 4 Ohm 
+ technische Raffinesse 
+ exzellenter Klang 
+/- +Vielseitigkeit 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 08.06.2026, 12:05 Uhr
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Topthema: Aktivstandlautsprecher · Joep Slooten Hyperion iP 3.5
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