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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenEinzeltest: Keces Ewave
Netzwerkswitch · Keces Ewave
Der HiFi-Zubehör-Markt war schon immer bunt. Aber der Einzug von Routern in die Anlage zwecks Streaming hat einige neue Produkte hervorgebracht. Sie versprechen Signalreinheit oder Vorrang für Audiodaten. Bringt das was?
Zugegeben, es gibt wichtigere Fragen im Leben eines Menschen als die nach der Qualität seines LANs. Wer es aber genau nimmt und alles, was klanglich möglich ist, aus dem Musik-(und Video-)streaming rausholen will, der sollte weiterlesen. Beim Keces Ewave handelt es sich um ein Gerät der Essentials-Serie. Dazu gehören noch zwei Produkte, der Phonoverstärker Ephono+ und der Streamer Ebravo. Beide haben wir bereits getestet (Ausgaben 2/2026 und 3/2025). Der Ewave ist der logische nächste Schritt für einen Streamerhersteller. Indem er für eine möglichst ideale Arbeitsumgebung sorgt, ermöglicht er einem Gerät, das Musik übers Internet wiedergibt, den bestmöglichen Klang.




Äußeres
Vorrang für Audio
Das Platinenlayout stammt aus dem Hause Keces und hat den Schwerpunkt, Elektromagnetische Interferenzen sowie Störungen durch hochfrequente Signale zu minimieren. Blicken wir auf die Hauptplatine. Sie übernimmt eine weitere klangrelevante Aufgabe. Sie priorisiert Audio- Daten. Streamt man also Musik und surft gleichzeitig im Internet, behandelt der Ewave Audiosignale bevorzugt. Audio Priority Quality of Service nennt sich das. So etwas gibt es auch mit Bevorzugung von Videodaten, was bei Video-Konferenzen sinnvoll sein kann, sofern mehrere Verbraucher den Router nutzen. Und hier ist ein guter Zeitpunkt, die Erwartungen an das Produkt einzuordnen. Die zahlreichen Ports sind da ja nicht ohne Grund. Denn die größte und somit hörbarste Wirkung entfaltet ein solcher Switch in komplexen Umgebungen. Soll heißen: Da, wo viele Endgeräte auf das Netzwerk zugreifen, ist es am nötigsten, Ordnung zu schaffen und Prioritäten zu setzen. Ist der heimische Datenverkehr, was wahrscheinlich ist, nicht allzu belastet, hört man vermutlich auch keinen großen Unterschied. In meinem privaten Netzwerk geht es sehr aufgeräumt zu, nur ein Streamer und die Xbox hängen per Kabel am Router (laufen aber nie gleichzeitig), zwei Smartphones sind im WLAN, und wenn ich von zuhause arbeite, kommt noch ein Laptop per WLAN hinzu. Da brauche ich nicht viel Priorisierung. Im Verlag ist die Sache komplexer, hier saugen zahlreiche Computer an der Leitung, da hört man die Wirkung deutlicher. Praxis Der Hersteller empfiehlt, Port 1 als Eingang zu nutzen, hier also den Router anzuschließen. An die anderen Ports hängt man dann Geräte wie Streamer, TV, Spielkonsole und was man so hat. Wie die meisten hochwertigen Switches, ist also auch der Ewave reichlich überdimensioniert für den durchschnittlichen Haushalt. Die Bedienungsanleitung ist etwas lieblos geraten, an einer Stelle wird tatsächlich von E-Welle gesprochen. Als Leser wird man fröhlich im Wechsel gesiezt und geduzt. Aber viel anzuleiten ist hier ja auch nicht. Das ist ein Plug-and-Play-Gerät. Das Schöne an einem Hörtest ist, dass man in zehn Sekunden den Aufbau ändern kann. Den Keces an den Router anschließen und dann im Wechsel das Kabel, das zum Streamer führt, direkt in den Router stecken oder in den Ewave. Ich habe zusätzlich noch zwei Hör-Runden für den Vergleich der Netzteile gemacht (das beiliegende vs das P9). Zuhause war das ernüchternd. Ich hatte zwar denn Eindruck, dass es mit Ewave als zwischengeschalteter Station druckvoller und dynamischer Klang, aber ich würde meine Hand dafür nicht ins Feuer legen. Die Netzteile machten da auch keinen hörbaren Unterschied. Im Hörraum sah es dann in der Tat anders aus. Hier war der Ewave schon mit dem beigelegten Netzteil hörbar. Das Klangbild war ruhiger, dadurch wirkte es dynamischer und sogar etwas schneller. Das P9 verstärkte den Effekt eindeutig. Ob mir das 1500 Euro wert wären? Ich denke, nein. Aber so oder so ist das ein klassisches Ausprobieren-Produkt, und zwar eines, das man zuhause, nicht beim Händler ausprobiert. Möglich, dass in einem Mehr-Personen-Haushalt klangliche Argumente den Keces-Ewave zur sinnvollen Investition machen.
Fazit
Ein interessantes Gerät mit einer spitzen Zielgruppe. Wenn es passt, dann kann das durchaus deutliche klangliche Fortschritte bringen.Kategorie: Zubehör HiFi
Produkt: Keces Ewave
Preis: um 1500 Euro

Keces Ewave
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hifisound Lautsprechervertrieb |
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Home Tech Plus GmbH |
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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Verarbeitung | 20% | |
| Performance-Gewinn | 60% | |
| Praxis | 20% |
| Kategorie | Netzwerkswitch |
| Vertrieb | Robert Ross Audiophile Produkte, Ostseebad Prerow |
| Telefon | 038233 455 |
| Internet | www.kecesaudio.de |
| Ausstattung | |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 220/66/220 |
| Gewicht | 1 kg |
| Garantie | 2 Jahre |
| + | sehr gute Ausstattung |
| + | gute Verarbeitung |
| + | klanglicher Zugewinn |
| - | hoher Preis |
| Preis/Leistung | gut |




